Ordensritter 2013: Christoph von den Driesch

Session 2012/2013 Ordensritter

"Die Auszeichnung, eine Verpflichtung"

Der 57. Ordensträger "Goldener Bockrijjer von Roda" der närrischen Session 2012/2013 ist Herr

Bürgermeister Christoph von den Driesch.

Für das Ordenskomitee "Goldener Bockrijjer von Roda" gelang es Laudator Gerd Zimmermann in der Vita des designierten Ordensträgers, Pluspunkte für die Auszeichnung mit dem hohen karnevalistischen Orden zu finden.

Der 1973 in Heinsberg geborene Christoph von den Driesch passt weder vom Alter, noch von der Herkunft in die Reihe der würdigen Ordensträger. Das Jurastudium im tiefsten Westfalen verbessert die Position nicht. Zwar lerne man in Münster die Fähigkeit des Radfahrens, aber Juristen sind nun mal keine Narren, so Gerd Zimmermann.

Den ersten Pluspunkt für die Ordensentscheidung konnte Christoph von den Driesch in der Vorbereitung auf das zweite Staatsexamen in Düsseldorf sammeln. Ein Verwaltungswissenschaftler lernt, kommunalpolitische Entscheidungen mit Bier zu begiessen.

Den zweiten Pluspunkt fand das Ordenskomitee in der Baesweiler Zeit des Ordensträgers. In dieser Lebensphase erfolgte die Umstellung von Altbier auf Pilsener.

2003 konnte der Laudator Christoph von den Driesch als Beigeordneten für die Roda-Stadt, den Nabel der Welt, gewinnen. Immerhin nehme Herzogenrath in Brauchtumspflege nach Köln, Düsseldorf und Mainz den vierten Rang ein. 2005 wurde Herr von den Driesch Erster Beigeordneter, 2008 erfolgte die Wahl zum Bürgermeister.

Den entscheidenden Pluspunkt sieht das Ordenskomitee im Junggesellendasein: Die ernsten Herren des Ordenskomitees müssen immer wieder ihre lieben Damen fragen, ob sie sich zum Finden wichtiger Entscheidungen versammeln dürfen. Bürgermeister von den Driesch kann, als Junggeselle, wann er will und hat alle Zeit für den karnevalistischen Kalender!

Überhaupt ist das Zeitmanagement des Ordensträgers besonders bemerkenswert. Er ist Vertreter der Stadt in dreißg Gremien, reist für Herzogenrath zu grenzübergreifenden Veranstaltungen, genießt als Jurist und Verwaltungschef einen ausgezeichneten Ruf und vernächlässigt nie einen Termin der Brauchtumspflege. Der Arbeitseifer von Christoph von den Driesch reicht für mehr als die vierundzwanzig Stunden des Tages. Sein Trick: Reicht der Tag für die Arbeit nicht aus, nimmt er die Nacht dazu - und wundert sich, wenn er morgens müde ist.

Die vielen positiven Eigenschaften von Christoph von den Driesch als Bürgermeister machen die Stadt Herzogenrath zukunftsfähig und dabei lebens- und liebenswert.

Bürgermeister Christoph von den Driesch kann nicht nur reden, sondern auch anpacken. Für den Laudator und das Ordenskomitee verdient es seine Arbeit für die Roda-Stadt, gewürdigt zu werden.

Marie-Theres Sobczyk überbrachte als stellvertretende Bürgermeisterin die Glückwünsche der Stadt Herzogenrath in Reimform. Die Stadt sei froh darüber, dass Christoph von den Driesch als Führungskraft nach "DoppelGerd" den Weg in das Rathaus gefunden habe. Die Belohung für die viele Arbeit erfolge sonst mit bayrischem König Ludwig Bier, jetzt mit einem karnevalistischen Sonderorden. Marie-Theres Sobczyk schloß mit Glück-Auf und Roda Alaaf.

In seiner Danknote erwähnte Bürgermeister Christoph von den Driesch, dass er als "Selfkänter", mit dem Geburtsort Heinsberg, HS = "Holland Süd", kaum mit dieser Ehrung rechnen konnte. Zumal sich die echten Bockreiter nie so weit nach Norden begeben hätten. Um so mehr freue er sich, nun, nach zehn Jahren in Herzogenrath, ein richtiger Rötscher zu sein.

Christoph von den Driesch sieht die Auszeichnung mit dem Orden "Goldener Bockrijjer von Roda" als Verpflichtung - als Verpflichtung zur Pflege von Brauchtum und Tradition, sowie zur bestmöglichen Unterstützung der Vereine seiner Stadt.